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Maischen beim Bierbrauen: So funktioniert der wichtigste Schritt

Was passiert beim Maischen?

Beim Maischen wird geschrotetes Malz (“Schrot”) mit warmem Wasser vermengt. Im Malz enthaltene Enzyme wandeln dabei die im Getreide gespeicherte Stärke in vergärbaren Zucker um – die Grundlage für Alkohol und Geschmack im fertigen Bier.

Die wichtigsten Rasten

Beim Maischen wird die Temperatur schrittweise erhöht (“Rasten”), damit unterschiedliche Enzyme optimal arbeiten können:

Rast Temperatur Wirkung
Einmaischen 35–40 °C Malz und Wasser vermengen
Eiweißrast 50–55 °C Eiweiß wird abgebaut, verbessert Schaum und Klarheit
Maltoserast 62–65 °C Bildung von vergärbarem Zucker (Maltose)
Verzuckerungsrast 70–72 °C Restliche Stärke wird verzuckert
Abmaischen 78 °C Enzyme werden gestoppt, Würze wird läuterfähig

Maischverfahren

Jodprobe: So prüfst du die Verzuckerung

Bevor du die Verzuckerungsrast beendest, solltest du mit der Jodprobe kontrollieren, ob wirklich die gesamte Stärke in Zucker umgewandelt wurde. Jod reagiert mit unverzuckerter Stärke und verfärbt sich dabei blau-violett – vergärbarer Zucker zeigt diese Reaktion nicht.

So geht’s:

  1. Ein paar Tropfen Würze auf eine weiße Untertasse geben und kurz abkühlen lassen.
  2. Einen Tropfen Jod-Lösung (aus der Apotheke, z. B. Lugol’sche Lösung) dazugeben.
  3. Verfärbt sich die Probe blau-violett, ist noch Stärke vorhanden – die Verzuckerungsrast braucht mehr Zeit.
  4. Bleibt die Farbe bräunlich-orange (die Ausgangsfarbe des Jods), ist die Verzuckerung abgeschlossen und du kannst abmaischen.

Die Jodprobe dauert nur wenige Minuten, verhindert aber, dass unvergorene Stärke später zu Trübungen oder einem zu geringen Alkoholgehalt führt. Für Einsteiger ist sie die zuverlässigste Methode, den richtigen Zeitpunkt zum Abmaischen zu erkennen.

Typische Fehler beim Maischen

Nach dem Maischen folgt das Läutern und anschließend das Würzekochen, bevor es zur Gärung geht. Der beim Läutern anfallende Malzrest muss übrigens nicht im Müll landen – Ideen dazu findest du bei der Treberverwertung.